Türschwellenrampe & Schwellenausgleich
Türschwellenrampen gleichen Höhenunterschiede an Türübergängen aus — essentiell für Rollstühle, Rollatoren und Gehhilfen. Selbst 1–2 cm hohe Schwellen können für mobilitätseingeschränkte Menschen ein ernstes Hindernis sein. Die meisten Rampen lassen sich ohne Umbau auflegen oder festschrauben.
Typen im Überblick
Gummi-Schwellenrampe
Für 1–6 cm Höhenunterschied. Legt sich lose auf, rutschfest. Ab ca. 20 €.
Aluminium-Keilrampe
Leicht, stabil, für 2–8 cm Höhe. Wird verschraubt oder lose aufgelegt. Ab ca. 40 €.
Holz-Schwellenausgleich
Maßanfertigung für ungewöhnliche Schwellenhöhen oder -formen. Ab ca. 80 €.
Mobile Faltrampe
Für größere Höhen (10–30 cm), faltbar und transportabel. Für Eingangs- oder Terrassentüren. Ab ca. 150 €.
Worauf Sie achten sollten
Die Steigung sollte maximal 6 % betragen (DIN 18040-1). Das bedeutet: Bei 2 cm Schwellenhöhe mindestens 33 cm Rampenlänge. Gummirampen sind rutschfest und schonend für Böden, Aluminiumrampen sind leichter und langlebiger. Achten Sie auf abgerundete Kanten und rutschfeste Oberfläche.
Förderung & Kostenübernahme
Schwellenrampen sind als wohnumfeldverbessernde Maßnahme bei Pflegegrad förderfähig. Mobile Rampen können als Pflegehilfsmittel beantragt werden.
Alle Förderprogramme im Überblick →Fachbetrieb für Einbau finden
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Häufige Fragen
- Welche Schwellenrampe für welche Höhe?
- Bis 2 cm: Gummi-Rampe (ab 20 €). 2–6 cm: Gummi oder Aluminium (ab 40 €). 6–15 cm: Aluminium-Keilrampe (ab 80 €). Über 15 cm: Mobile Faltrampe oder fest installierte Rampe. Die Steigung sollte maximal 6 % betragen.
- Brauche ich eine Genehmigung für eine Türschwellenrampe?
- Im Innenbereich der eigenen Wohnung nicht. In Mietwohnungen sollten Sie den Vermieter informieren — bei Pflegegrad kann er den Einbau nicht verweigern (§ 554a BGB). Im Gemeinschaftsbereich (Hausflur) ist eine Zustimmung der Eigentümergemeinschaft nötig.
- Werden Türschwellenrampen gefördert?
- Ja, bei anerkanntem Pflegegrad als wohnumfeldverbessernde Maßnahme (Pflegekasse, bis 4.180 €). Mobile Rampen können als Hilfsmittel ärztlich verordnet werden. Im Rahmen eines KfW-Antrags (455-B) sind Schwellenrampen Teil des Förderkatalogs.