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Technik & Smart Home

Smart Home barrierefrei 2026: Technik für selbstständiges Wohnen

22. Februar 202613 Min. Lesezeit

Was ist ein barrierefreies Smart Home?

Smart Home für barrierefreies Wohnen ist keine Technik-Spielerei. Es geht um einen konkreten Zweck: so lange wie möglich selbstständig in der eigenen Wohnung leben. Die Fachsprache nennt das Ambient Assisted Living (AAL) — altersgerechte Assistenzsysteme, die im Hintergrund arbeiten und nur dann eingreifen, wenn es nötig ist.

Das Prinzip: Technik ersetzt Körperkraft und Aufmerksamkeit dort, wo sie nachlassen. Ein Sprachbefehl statt schwer erreichbarer Lichtschalter. Ein Sensor, der den Herd abschaltet. Ein Notruf, der automatisch ausgelöst wird, wenn jemand stürzt. In Deutschland nutzen erst 9 Prozent der über 65-Jährigen Smart-Home-Technik — das Potenzial ist groß.

Wichtig vorab: Sie brauchen kein komplettes System. Ein einzelner Sprachassistent für 25 Euro kann den Alltag spürbar erleichtern. Die folgenden zehn Lösungen lassen sich einzeln einsetzen oder schrittweise kombinieren.

Die 10 wichtigsten Smart-Home-Lösungen

1. Sprachsteuerung

Sprachsteuerung ersetzt physische Schalter, Tasten und Drehregler durch einen Sprachbefehl. Für Menschen mit eingeschränkter Greifkraft, Arthritis oder Mobilitätsproblemen bedeutet das: Licht, Heizung, Rollläden und Telefon bedienen, ohne aufzustehen.

GerätPreisBesonderheit
Amazon Echo Dot (5. Gen)25 -- 35 EuroEinstieg, kompakt
Amazon Echo Show 890 -- 130 EuroTouchscreen, Videoanrufe, gut für Senioren
Google Nest Hub (2. Gen)60 -- 90 EuroDisplay, Schlafüberwachung
Apple HomePod minica. 99 EuroNur Apple-Geräte

Praktischer Einstieg: Ein Echo Show mit Display vereint Sprachsteuerung, Videoanrufe und Smart-Home-Zentrale. Schriftgröße und Antwortgeschwindigkeit lassen sich anpassen.

Routinen: Mit einem Sprachbefehl mehrere Aktionen auslösen. "Alexa, guten Morgen" schaltet das Licht ein, öffnet die Rollläden und liest das Wetter vor.

Matter-Standard: Geräte mit Matter-Logo funktionieren mit jedem Sprachassistenten (Alexa, Google, Apple). Kompatibilitätsprobleme zwischen Herstellern werden seltener.

2. Automatische Türöffner und smarte Schlösser

Einen Schlüssel zu drehen erfordert Greifkraft und Feinmotorik. Smarte Türschlösser öffnen per App, Fingerabdruck, Zahlencode oder automatisch bei Annäherung.

ProduktPreisBesonderheit
Nuki Smart Lock Goab 99 EuroNachrüstbar ohne Bohren
Homematic IP Türschlossantriebca. 150 EuroLokale Datenspeicherung
Nuki Smart Lock Ultraab 299 EuroAuto-Unlock bei Annäherung
ekey uno Fingerprintab 200 EuroKein Schlüssel nötig

Auto-Unlock: Viele Systeme entriegeln automatisch bei Annäherung per GPS oder Bluetooth -- besonders wertvoll mit Gehhilfe oder Rollstuhl. In Mietwohnungen vorher den Vermieter fragen. Mehr zum Thema Türverbreiterung.

3. Sturzsensoren und Notrufsysteme

Stürze sind die häufigste Unfallursache bei Senioren. Rund 30 Prozent der über 65-Jährigen stürzen mindestens einmal pro Jahr. Entscheidend ist die schnelle Hilfe nach einem Sturz — besonders wenn die Person allein lebt. Es gibt drei Technologie-Stufen:

  • Klassischer Hausnotruf: Knopf am Handgelenk oder als Halskette, Person drückt aktiv. Anbieter: DRK, Johanniter, Malteser.
  • Automatische Sturzerkennung per Wearable: Apple Watch (ab Series 4) und Samsung Galaxy Watch erkennen Stürze ohne aktives Drücken.
  • Passive Radarsensoren: Rauminstallierter Sensor erkennt Stürze ohne Körperkontakt. Ideal bei Demenz.
LösungKostenLaufende Kosten
Klassischer Hausnotruf (DRK, Johanniter)0 -- 50 Euro Gerät15 -- 30 Euro/Monat
Apple Watch mit Sturzerkennung250 -- 800 Eurokeine
Radarsensor (rauminstalliert)300 -- 600 Eurogering
Sensortrittmatte (vor Bett)50 -- 150 Eurokeine

Kostenübernahme: Der klassische Hausnotruf wird bei vorhandenem Pflegegrad von der Pflegekasse bezuschusst. Smarte Wearables werden in der Regel nicht übernommen. Mehr dazu unter Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen.

4. Lichtsteuerung

Im Alter nimmt die Sehfähigkeit ab. Nachts wird der Weg zur Toilette zur Stolperfalle. Automatisches Licht beseitigt diese Gefahr.

LösungPreisEinsatzort
Steckdosen-Nachtlicht mit Bewegungsmelder8 -- 20 EuroFlur, Schlafzimmer, WC
LED-Streifen für Treppenbeleuchtung20 -- 60 EuroTreppenstufen
Philips Hue Starter-Set (Bridge + 3 Birnen)150 -- 280 EuroKomplettes Zimmer
IKEA DIRIGERA Starter-Set120 -- 200 EuroGünstigere Alternative

Nacht-Routing: Der Bewegungsmelder im Schlafzimmer aktiviert gedimmtes, warmweißes Licht im Flur und WC. Kein blendendes Licht, keine Stolperfalle. Mehr zum Thema Nachtbeleuchtung und Einrichtung unter Barrierefreies Schlafzimmer.

5. Herdüberwachung und Abschaltautomatik

Der vergessene Herd ist eine der häufigsten Brandursachen. Besonders bei Demenz ist das Risiko hoch. Eine Herdüberwachung kombiniert Temperatursensor und Präsenzmelder: Verlässt die Person die Küche, schaltet das System den Herd automatisch ab. Die Bedienung ändert sich nicht.

ProduktPreisBesonderheit
PIC-TEC Herdüberwachung HA2150 -- 250 EuroPräsenzmelder, kein Eingriff in Herd
INDEXA Herdwächter SGK5010200 -- 350 EuroNach EN50615 zertifiziert

Kostenübernahme: Einige Pflegekassen übernehmen Herdwächter als Pflegehilfsmittel bei Pflegegrad. Ärztliche Begründung erhöht die Chance. Mehr zur barrierefreien Küche.

6. Rollladensteuerung

Gurtwickler drehen oder Kurbeln betätigen -- für viele ältere Menschen irgendwann nicht mehr möglich. Elektrische Rollladensteuerung per Sprachbefehl oder App schafft Abhilfe.

ProduktPreisBesonderheit
Homematic IP Rollladenaktor50 -- 70 EuroNachrüstbar, lokale Steuerung
SOMFY Rollladenmotor80 -- 200 EuroMarktführer bei Antrieben

Automatisierung: Rollläden öffnen morgens zu fester Uhrzeit, schließen bei Sonnenuntergang, fahren bei Sturm automatisch hoch. Per Routine kombinierbar mit "Guten Morgen" und "Gute Nacht".

7. Smarte Heizungssteuerung

Manuelle Thermostate sind oft schwer zu drehen. Smarte Thermostate regeln die Temperatur automatisch, zimmerweise per Sprache oder App.

ProduktPreis pro HeizkörperBesonderheit
Homematic IP Thermostat40 -- 60 EuroOffline-fähig, lokal
Bosch Smart Home Thermostat40 -- 70 EuroLokale Datenspeicherung
tado° Thermostat60 -- 80 EuroGeofencing, Auto-Away

Nützliche Funktionen: "Alexa, Schlafzimmer auf 20 Grad", Fenster-offen-Erkennung, automatische Nachtabsenkung. Einsparpotenzial: 10 bis 15 Prozent geringere Energiekosten.

8. Rauchmelder mit Smartphone-Benachrichtigung

Wenn Senioren allein leben oder schwerhörig sind, hört niemand den Alarm. Smarte Rauchmelder senden zusätzlich eine Benachrichtigung an Angehörige und können bei Alarm alle Lichter einschalten.

ProduktPreisBesonderheit
Bosch Smart Home Rauchmelder II30 -- 50 EuroAktiviert Licht bei Alarm
Homematic IP Rauchwarnmelder30 -- 50 EuroVernetzung mehrerer Melder
Netatmo Rauchmelder60 -- 80 EuroApp-Benachrichtigung, kein Abo

Rauchwarnmelder sind in allen Bundesländern Pflicht. Der Umstieg auf smarte Melder kostet nur wenige Euro mehr.

9. Videotelefonie für Senioren

Soziale Isolation ist ein ernstes Gesundheitsrisiko im Alter. Einfache Videotelefonie-Systeme halten den Kontakt zur Familie aufrecht, ohne dass Senioren ein Smartphone bedienen müssen.

GerätPreisBesonderheit
Amazon Echo Show 8/15130 -- 250 EuroDrop-In: Gerät nimmt automatisch ab, Person muss nichts drücken
enna Tablet300 -- 500 EuroKartensteuerung, keine Vorkenntnisse nötig
Konnekt Bildtelefon300 -- 600 Euro15-Zoll-Display, 6-cm-Ruftasten

Drop-In-Funktion (Amazon Echo): Angehörige erreichen Senioren ohne Klingeln. Das Gerät nimmt automatisch an, Bild und Ton sind sofort aktiv. Das enna Tablet funktioniert mit physischen Karten -- Karte mit Foto der Tochter auflegen startet den Anruf.

10. Medikamentenreminder

Vergessene oder doppelte Medikamenteneinnahme ist ein häufiges Problem, besonders bei mehreren Medikamenten. Einfache Timer helfen bei leichter Vergesslichkeit. Bei Demenz braucht es automatische Dispenser mit Fernüberwachung.

TypPreisEmpfehlung für
Tablettenbox mit Timer10 -- 25 EuroSelbstständige Senioren
Wöchentlicher Dosierer mit Alarm25 -- 60 EuroMehrere Medikamente
Smarter Dispenser mit Appca. 85 EuroApp-Benachrichtigung für Angehörige
Vollautomatischer Dispenser200 -- 500 EuroDemenz, kognitive Einschränkungen

App-Benachrichtigung: Smarte Dispenser senden eine Nachricht an Angehörige, wenn das Medikament nicht entnommen wurde. So ist eine Fernüberwachung möglich, ohne ständig vor Ort sein zu müssen.

Kostenübernahme: Ärztlich verordnete Medikamentendispenser können von der Krankenkasse übernommen werden, wenn sie im Hilfsmittelverzeichnis gelistet sind. Im Einzelfall bei der Krankenkasse anfragen.

Was kostet ein barrierefreies Smart Home?

Sie müssen nicht alles auf einmal kaufen. Die meisten Systeme lassen sich schrittweise erweitern.

Einzelkomponenten

KomponenteEinstiegVollausstattung
Sprachassistent25 -- 35 Euro130 -- 250 Euro
Smartes Türschloss99 -- 150 Euro200 -- 300 Euro
Nachtlicht mit Bewegungsmelder8 -- 20 Euro50 -- 80 Euro
Rauchmelder (smart)30 -- 50 Euro60 -- 80 Euro
Herdüberwachung150 -- 350 Euro500 -- 999 Euro
Sturzsensor / Hausnotruf0 -- 50 Euro + Monatsbeitrag300 -- 600 Euro
Heizkörperthermostat40 -- 60 Euro60 -- 80 Euro pro Heizkörper
Medikamentendispenser25 -- 60 Euro200 -- 500 Euro

Komplettpakete

PaketKostenEnthaltene Komponenten
Basis-Paket (Sicherheit)300 -- 700 EuroSprachassistent, Rauchmelder, Nachtlichter, Hausnotruf
Komfort-Paket1.000 -- 2.500 EuroBasis + Rollläden, Thermostate, Türschloss, Herdwächter
Vollausstattung3.000 -- 8.000 EuroKomplettes Smart-Home-System mit AAL-Funktionen
Professionelle Installation2.000 -- 5.000 EuroInklusive Handwerkerkosten, regional unterschiedlich

Regionale Unterschiede: Professionelle Installation in München: 3.000 bis 5.000 Euro. In Dresden oder Leipzig: 2.000 bis 3.500 Euro.

Anbieter und Systeme im Vergleich

Es gibt keinen einzelnen Marktführer. Vier große Systeme decken den deutschen Markt ab.

SystemDatenspeicherungStartpreisBesonderheit
Homematic IPLokal (kein Cloud-Zwang)100 -- 300 EuroReferenzsystem "Barrierefrei Leben" Hamburg
Bosch Smart HomeLokal (auf Controller)70 -- 250 EuroBis 100 Geräte, guter Datenschutz
Apple HomeKitLokal (auf Apple TV/HomePod)ab 99 EuroNur für Apple-Nutzer
Telekom Magenta SmartHomeCloud (Telekom-Server)ab 6 Euro/MonatViele Hersteller integrierbar

Homematic IP und Bosch Smart Home sind die erste Wahl, wenn Datenschutz wichtig ist: Beide speichern alle Daten lokal und funktionieren ohne Internet. Homematic IP wird vom Verein "Barrierefrei Leben" Hamburg als Referenzsystem eingesetzt.

Apple HomeKit eignet sich für Haushalte mit vorhandenen Apple-Geräten. Telekom Magenta SmartHome ist am kompatibelsten (Miele, Philips, Samsung), aber Cloud-abhängig und kostenpflichtig.

Förderung: Was zahlen Pflegekasse und KfW?

Smart-Home-Technik für barrierefreies Wohnen kann gefördert werden. Die wichtigsten Anlaufstellen:

Pflegekasse: Bis zu 4.180 Euro

Die Pflegekasse zahlt bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen (Pflegegrad 1 bis 5, Betrag unabhängig vom Grad).

Welche Smart-Home-Komponenten werden gefördert?

KomponenteFörderfähig?Hinweis
Hausnotruf / NotrufknopfJaAuch laufende Kosten
SturzsensorenIm EinzelfallÄrztliche Begründung nötig
HerdüberwachungIm EinzelfallBei Demenz / Sicherheitsrisiko
Automatischer TüröffnerJaBei eingeschränkter Mobilität
RollladensteuerungIm EinzelfallWenn manuelle Bedienung unmöglich
SprachassistentNeinKein Pflegehilfsmittel

Wichtig: Antrag immer vor Beginn der Maßnahme stellen. Begründung durch Pflegedienst oder Hausarzt erhöht die Chance. Mehr dazu unter Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen.

KfW: Zuschuss und Kredit

KfW 455-B (Zuschuss bis 12,5 Prozent): War 2025 pausiert und ist ab Frühjahr 2026 wieder beantragbar (50 Millionen Euro Budget). Der Zuschuss deckt bis zu 12,5 Prozent der förderfähigen Kosten. Antrag vor Beginn der Maßnahme stellen.

KfW 159 (Förderkredit): Bis zu 50.000 Euro zinsgünstiger Kredit pro Wohneinheit. Aktuell verfügbar und nicht an ein Zeitfenster gebunden.

Was ist KfW-förderfähig? Smart-Home-Komponenten, die der Barrierefreiheit dienen: automatische Türöffnung, Bedienungshilfen wie Sprachsteuerung als Ersatz für manuelle Bedienung, Notrufsysteme und Sicherheitsfunktionen.

Mehr zu allen Förderprogrammen in unserem Förder-Ratgeber und der Förder-Übersicht nach Bundesland.

Rechenbeispiel: Ein Komfort-Paket für 2.000 Euro kann bei vorhandenem Pflegegrad vollständig von der Pflegekasse übernommen werden (unter 4.180 Euro, Eigenanteil: 0 Euro).

Datenschutz: Lokal vs. Cloud

Smart-Home-Geräte sammeln Daten: Bewegungsprofile, Nutzungszeiten, bei Gesundheitsgeräten auch Vitaldaten. 60 Prozent der deutschen Nutzer kritisieren die unzureichende Information der Anbieter über Datenschutz.

KriteriumLokale LösungCloud-Lösung
Daten bleibenIn der WohnungAuf Server des Anbieters
DSGVOEinfacherKomplexer, Serverstandort relevant
InternetausfallSystem funktioniert weiterSystem fällt aus
FernzugriffMöglich per VPNEinfach über App

Empfehlung: Für Gesundheitsdaten (Sturzerkennung, Bewegungsprofile) lokale Systeme bevorzugen: Homematic IP, Bosch Smart Home oder Apple HomeKit. Für Komfortfunktionen (Licht, Rollläden) sind Cloud-Systeme vertretbar. Der Sprachassistent (Alexa, Google) läuft zwangsläufig über die Cloud — das ist der Kompromiss für Sprachsteuerung.

Sicherheitstipps: Firmware regelmäßig aktualisieren, starke Passwörter verwenden, separates WLAN-Netzwerk für Smart-Home-Geräte einrichten.

Schritt für Schritt: Smart Home nachrüsten

Sie müssen nicht sofort ein komplettes System kaufen. Starten Sie mit drei Geräten für unter 200 Euro:

GerätKostenNutzen
Amazon Echo Show 8ca. 100 EuroSprachsteuerung, Videoanrufe, Erinnerungen
2 Nachtlichter mit Bewegungsmelderca. 20 EuroSturzprävention im Flur und Bad
1 smarte Steckdoseca. 15 EuroLampen per Sprache schalten
Gesamtca. 135 Euro

Einrichtung dauert 30 Minuten, kein Handwerker nötig. Testen Sie zwei Wochen, ob Sprachsteuerung und automatisches Licht den Alltag verbessern.

Dann schrittweise erweitern: Smarter Rauchmelder und Hausnotruf (Schritt 2, 300 -- 500 Euro), Thermostate und Rollläden (Schritt 3, 500 -- 1.500 Euro), professionelle Vollausstattung (Schritt 4, ab 2.000 Euro). Fachbetriebe in Ihrer Nähe finden.

Häufige Fragen

Was bezahlt die Pflegekasse für Smart Home?

Bis zu 4.180 Euro für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen (ab Pflegegrad 1). Direkt förderfähig: Hausnotruf und automatische Türöffner. Sturzsensoren und Herdwächter im Einzelfall. Antrag vor Beginn stellen.

Welches Smart-Home-System ist für Senioren am besten?

Homematic IP und Bosch Smart Home: lokale Datenspeicherung, funktionieren ohne Internet, breites Sortiment. Homematic IP ist Referenzsystem des Vereins "Barrierefrei Leben" Hamburg. Für Apple-Nutzer: HomeKit.

Kann ich Smart Home in einer Mietwohnung nachrüsten?

Ja, die meisten Geräte (Sprachassistent, Nachtlichter, Thermostate, Rauchmelder) sind ohne Bohren installierbar und beim Auszug entfernbar. Für smarte Türschlösser und Rollladensteuerung sollten Sie die Erlaubnis des Vermieters einholen.

Brauche ich einen Internetanschluss für Smart Home?

Für Sprachsteuerung (Alexa, Google) ja. Homematic IP und Bosch Smart Home funktionieren auch ohne Internet -- dann allerdings ohne Sprachsteuerung und ohne Fernzugriff. Für Benachrichtigungen an Angehörige bei Sturz oder Rauch ist Internet erforderlich.

Was kostet ein barrierefreies Smart Home komplett?

Basis-Paket: 300 bis 700 Euro. Komfort-Paket: 1.000 bis 2.500 Euro. Vollausstattung: 3.000 bis 8.000 Euro. Bei Pflegegrad bis 4.180 Euro von der Pflegekasse.

Ist Smart Home für demenzkranke Personen geeignet?

Ja, besonders die Herdabschaltautomatik, passive Sturzerkennung und automatisches Nachtlicht. Entscheidend: Das System arbeitet im Hintergrund und erfordert keine aktive Bedienung.

Fazit

Ein barrierefreies Smart Home ist kein Luxus, sondern eine Investition in Selbstständigkeit. Der Einstieg kostet unter 200 Euro. Mit Pflegekasse (bis 4.180 Euro) und KfW (ab Frühjahr 2026 als Zuschuss) kann ein Komfort-Paket vollständig finanziert werden.

Beginnen Sie mit einem Sprachassistenten und zwei Nachtlichtern. Wenn das den Alltag verbessert, erweitern Sie schrittweise. Fachbetriebe in Ihrer Region beraten zur Installation und helfen bei Förderanträgen.

Mehr zum Thema altersgerecht umbauen und Förderung für barrierefreien Umbau.

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